Giovanni Battista Tiepolo – Begegnung von Antonius und Kleopatra

Bildanalyse, Giovanni Battista Tiepolo, Italienische Malerei

Giovanni Battista Tiepolo, Begegnung von Antonius und Kleopatra,
um 1745–50. Wandfresko, Detail,
Venedig, Palazzo Labia

Tiepolo war mit Hilfe spezialisierter Architekturmaler in der Lage, den Innenraum durch szenographische Inszenierung, durch die Einbeziehung von realer und vorgetäuschter Architektur, durch Stuckdekor und Malerei zu einem barocken Gesamtkunstwerk zusammenzufassen. Der Raum wird durch malerische Ausblicke in Portiken, Gärten, Höfe und Himmelszonen zu einem paradiesischen Arkadien umgestaltet, in dem die Helden der Antike in lebensgroßen Gestalten wie auf einer Bühne auftreten.

Unter einem hohen Rundbogen an der Hauptwand des Salone, der durch Stufen und Eckpilaster die Illusion eines Tores annimmt, findet indem hier gezeigten Bild die Begegnung von Antonius und Kleopatra statt. Der römische Feldherr empfängt die in prachtvolle Gewänder gehüllte ägyptische Königin, deren Schiff soeben angelegt hat. Er weist ihr den Weg voraus zum römischen Kaiserpalast, wo das prunkvolle Bankett stattfinden soll.

Das historische Ereignis wird durch Tiepolos geschickte Bildregie in den Stadtpalast der Familie Labia nach Venedig versetzt, wo in der Bankettszene auf der gegenüberliegenden Wand des Salone das festliche Gastmahl vorbereitet ist.

Auszug aus dem eBook:

Italienische Malerei

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Die kunsthistorische Betrachtung der ITALIENISCHEN MALEREI beginnt mit der frühchristlichen Katakombenmalerei sowie großer Mosaikzyklen und zieht sich bis ins 18. Jahrhundert, in dem die Nationalkunst in europäischem Klassizismus mündet.

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